"Grünes Wegenetz" - Straßen für Tiere

Sei dabei und verbessere die Wandermöglichkeiten von Tieren

Der Dachs möchte zu seiner Herzensdame, das trächtige Feuersalamenderweibchen zum Gewässer, die groß gewordene Wildkatze ein eigenes Revier finden und der Rothirsch im Winter in die Niederungen. Es gibt verschiedene Gründe, warum Tiere wandern und ebenso unterschiedlich sind ihre Ansprüche an geeignete Wege.

Dachs unterwegs - Foto: S. Hoffmann

Dachs unterwegs - Foto: S. Hoffmann

Für Baden-Württemberg hat die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt mittels GIS-Analyse den Generalwildwegeplan erstellt, die waldbezogene Fachplanung für Baden-Württemberg, oder anders ausgerückt, das überregionale Wegenetz für waldlebende Tiere. Allerdings gibt es auch auf diesen Wegen noch viele kritische Stellen, die die Wanderung von Tieren behindern. Dort, wo unsere Autobahnen und Bundesstraßen diese Korridore queren werden in den nächsten Jahren Grünbrücken geplant und gebaut. Aber wenn man die Korridore vor Ort genauer untersucht, dann findet man noch andere Störfaktoren, die die Eignung als Korridor einschränken können, wie zum Beispiel kanalisierte Fließgewässer oder gezäunte Schrebergärten in einem Offenlandbereich zwischen zwei Waldstücken.

Im Arbeitskreis untersuchen wir abschnittsweise in Kleingruppen die Verbindungswildtierkorridore zwischen der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald südlich von Stuttgart. Dabei nehmen wir den Wildtierkorridor mit Karte, GPS und Fotoapparat genauer unter die Lupe, um nach Störfaktoren zu suchen. Die Ergebnisse werden kartografiert und gegebenenfalls werden Vorschläge erarbeitet, wie diese Störungen entschärft werden können.

Wenn dich diese Aufgabe interessiert und du mit untersuchen willst, dann melde dich bei uns!

Das solltest du mitbringen

  • Interesse am Thema Artenvielfalt, Biotopschutz
  • Kreativität
  • Lust am Arbeiten im Team
  • Zeit für unregelmäßige AK-Treffen (nach Absprache)

Das lernst du

  • Rechtliche und planerische Grundlagen auf Basis des Naturschutzgesetzes
  • Anwendung von GIS-Systemen
  • Bewertung von Biotopen und bereits vorhandener Verbundelemente
  • Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit
  • Methoden der Umweltbildung

Das bieten wir

Arbeitskreis im Grünen Wegenetz

Wildtierkorridoruntersuchung II

27. Januar 2018 und 6. Mai 2018

Auf der Schwäbischen Alb und weiter Richtung Tübingen haben wir die ersten Abschnitte des Wildtierkorridors zwischen Weilheim an der Teck und Derendingen untersucht (ca. 55 km).  mehr →

Wildtierkorridoruntersuchung I

5. Mai 2017 und 19. September 2017

In der Region Stuttgart untersuchen wir einen Wildtiekorridorabschnitt zwischen Perouse und Tübingen. Dazu machen wir eine Bestandsaufnahme, um zu schauen, ob der Korridor an allen Stellen für waldlebende Wildtiere geeignet ist. mehr →