Neckarwestheim I endlich abschalten!
NAJU, NABU und ein breites Bündnis fordern die Einhaltung des zwischen Politik und Energieversorgern geschlossenen Atomkonsens
Bei einer großen Demonstration am 4. Juli 2009 in
Kirchheim/Neckarwestheim forderten rund 1600 Teilnehmer die Abschaltung
des Atomreaktors Neckarwestheim I. Gerade vor der Bundestagswahl
wollten die Demonstranten auf die Einhaltung des Atomkonsens aufmerksam
machen, nach dem Neckarwestheim spätestens Anfang 2010 vom Netz gehen
müsste.
Die an der Demonstration beteiligten NAJUs unterstützten dabei ein breites Bündnis aus verschiedenen anderen Naturschutzverbänden, Bürgerinitiativen und politischen Institutionen.
Den NABU vertraten neben der Ortsggruppe Heilbronn unter anderem auch der Präsident des NABU Bundesverbandes Olaf Tschimpke. Seine packende Rede zum Thema Atomenergie und Energiekonzerne haben wir auf unserem YouTube-Kanal zum anschauen und anhören online gestellt.
Parallel zu der Demonstration in Kirchheim und Neckarwestheim wurde auch erneut ein Störfall im Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg bekannt. Der Meiler hatte sich am Wochenende selbsttätig abgeschaltet, als es wieder auf seine volle Leistung hochgefahren werden sollte. Das Atomkraftwerk Krümmel war nach zwei Jahren Stillstand erst vor zwei Wochen wieder ans Netz gegangen, aber nicht störungsfrei gelaufen. Ursache der neuen Abschaltung war – wie vor zwei Jahren – ein Kurzschluss in einem Transformator.
Über Neckarwestheim I und die Deutsche Bahn
Neckarwestheim I im Kreis Heilbronn ging 1976 ans Netz und gehört zu
den ältesten Atomkraftwerken in Deutschland. Das auch GKN genannte Atomkraftwerk ist darüberhinaus mit dem Block I das einzige AKW in Deutschland überhaupt, dass Strom in das Energienetz der Deutschen Bahn, die auch Mitgesellschafter ist, einspeist.
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