Proteste gegen die Haltung der Landesregierung
Atomkraftgegner umzingeln den Landtag Baden Württemberg
Gegen die von der Bundesregierung gemeinsam mit den großen Atomkonzernen beschlossene Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke als Eckpunkt des neuen Energiekonzepts gingen am Mittwoch den 6. Oktober 2010 die Menschen in Stuttgart auf die Straße.
Wir sagen: "Das neue Energiekonzept der Bundesregierung ist die Verhinderung der erneuerbaren Energien! Wir brauchen keine Verlängerung der AKW-Laufzeiten."
Mehr als 7000 Menschen folgten der Einladung zum friedlichen Protest rund um den Stuttgarter Schlossplatz und den Baden-Württembergischen Landtag. Fritz Wagner vom Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn fasste das allgemeine Motto zusammen. "Ihr habt Euch verrechnet. Falsche Zahlen ergeben kein Energiekonzept, mit falschen Jahreszahlen betrügt Ihr die Menschen, statt erneuerbare Energien interessieren euch nur die eigenen Profite. Aber nun müsst Ihr mit uns rechnen. Es gibt nur eine richtige Lösung: AKWs abschalten, sofort!
Ähnlich wie beim Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 kommt der Wiederstand gegen die Laufzeitverlängerung aus allen Altersgruppen und Teilen der Gesellschaft. Auch die NAJU war mit vielen Aktiven vor Ort in Stuttgart dabei und zog in beiden Gruppen zum Landtag.
Selbstverständlich war es für uns auch, dass wir nicht nur an der Demo teilnehmen sondern uns auch aktiv beteiligen wollten. Landesjugendsprecher
Sascha Groß erklärte es als große Freude im Demonstrationszug mit seinem Megafon auf einem Atomfass zu stehen und den Demonstranten seine Meinung zur Atomenergie in die Menge rufen zu können.
Ein Bündnis aus 19 Organisationen hatte an diesem Mittwoch Nachmittag zur Landtagsumzingelung aufgerufen. Statt einer Rolle rückwärts forderten alle Teilnehmer eine zukunftsgerichtete Energieversorgung auf Basis der erneuerbaren Energien. Selbst der Sachverständigen-Rat der Bundesregierung (SRU) warnte vor einer Laufzeitverlängerung, die Energieversorgung in Deutschland könne zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erfolgen - bei gesteigerter Energieeffizienz und Energieeinsparungen.
Deshalb: Lasst uns weiter Weichen stellen. Lasst uns weiter friedlich und zahlreich gegen die Energiepolitik der Bundesregierung auf die Straßen gehen und unsere Meinung vertreten. Lasst uns mit weiteren zahlreichen Wechseln zu den vier Energieversorgern EWS, Naturstrom, Greenpeece Energy und Lichtblick selbst den Atomausstieg einleiten. Wir sind für Strom aus erneuerbaren Energien und für die weitere Förderung.
Für NABU und NAJU ist es selbstverstäändlich den Strom für unsere Landesgeschäftsstellen aus erneuerbaren Energien zu beziehen.



