Mal richtig Abgeschaltet!

Naturschutzjugend auf Großdemo gegen Atomkraft in Berlin


Demonstrationszug "Mal richtig Abschalten" am 5. September 2009 in Berlin. (Foto: Mirco Bormuth / NAJU)Die Mitmachkampagne ".ausgestrahlt" hatte zur großen Anti-Atomkraft-Demonstration am 5. September nach Berlin geladen. Neben vielen weiteren Mitstreitern machte sich auch eine Delegation der NAJU Baden-Württemberg auf den Weg zum Berliner Hauptbahnhof, wo der große Demonstrationszug unter dem Motto "Mal richtig Abschalten!" starten sollte.
Die zentrale Botschaft der beeindruckenden Kundgebung mit rund 50.000 Teilnehmern war eindeutig: Die alten, unsicheren Atomkraftwerke gehören endlich abgeschaltet! So, wie es längst im Atomkonsens gesetzlich vereinbart ist. Daran darf auch nach der Wahl keine Bundesregierung rütteln - egal, in welcher politischen Konstellation

Bereits im Hauptbahnhof überrascht

Aufgrund der großen Entfernung zog unsere Delegation die Übernachtung in der Jugendherberge der Übernachtung im Zug vor und startete die Demonstration gemütlich am Brandenburger Tor. Ankunft der ersten Traktoren aus dem Wendland-Treck am Brandenburger Tor (Foto: Mirco Bormuth / NAJU)Dort kam die NAJU Delegation rechtzeitig zur Ankunft und Aufstellung der Wendland-Traktoren an. Aufgrund der großen Anzahl von über 350 Gespannen, sollten nur einige zusammen mit dem Demonstrationszug durch die Straßen von Berlin fahren.

Weiter ging es dann zum Hauptbahnhof. Dort erreichten fast zeitgleich die ersten Sonderzüge aus ganz Deutschland den Berliner Glaspalast. Entsprechend "gut" war zu diesem Zeitpunkt die Stimmung. Auch konnte man bereits zu diesem Zeitpunkt ein Meer von Sonnen und Plakaten sehen. Mit dem Erreichen weiterer Sonderzüge wurde mehr und mehr klar, dass an diesem Tag sehr viele Menschen dem Aufruf von ".ausgestrahlt" gefolgt warten.

Castor von campact! auf dem Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof (Foto: Mirco Bormuth / NAJU)Endlagersuche in Berlin

Ebenfalls mit von der Partie war die Endlagersuche von Campact!, die in zwei Wochen - ebenfalls mit NAJU-Beteiligung - auch in Stuttgart Station machen wird. Eifrig stattete man dort seine Forscher und Wissenschaftler mit den Anzügen aus. Gemeinsam ging es dann parallel zur Kundgebung entlang der Demo-Strecke auf die Suche nach einem Endlager. Vielleicht wäre der Berliner Sand besser geeignet als Morsleben, Asse oder Gorleben.
Die Naturschutzjugend Baden-Württemberg freut sich auf die gemeinsame Suche in Stuttgart.

NAJU und NABU Hand in Hand gegen Atomkraft

Delegationen von NAJU BW, NAJU NRW und NABU Potsdam gemeinsam auf Anti-Atomkraft-Demo in Berlin unterwegs (Foto: Lutz Boruta / NAJU)In der Nähe des campact!-Castors trafen sich dann schließlich auch die Delegationen der NAJU Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfahlen, um gemeinsam die Demonstration zu bestreiten. Zu einer großen NAJU-Gruppe für "Mal richtig abschalten!" sollte es nicht kommen, da wir weiteren NAJUs auf dem Washingtonplatz einfach in der Menge nicht ausmachen konnten.
Einen Zusammeschluss gab es jedoch trotzdem, da die anwesenden NAJUs beschlossen die Demo-Strecke Hand in Hand mit dem ebenfalls am campact!-Castor anwesendenen NABU Potsdam zu gehen. - Unsere am Startpunkt der Strecke nicht gefundenen NAJUs fanden wir zum Teil dann entlang der Strecke, die sich dort der NABU/NAJU-Gruppe anschlossen.

Mit kreativen Ideen beteiligten sich einige Fußgruppen an der Demonstration (Foto: Mirco Bormuth / NAJU)Auch die begleitenden Traktoren warteten mit vielfältigen Ideen auf. (Foto: Mirco Bormuth / NAJU)

Demonstrationszug so lang wie Demo-Strecke

Entlang der Strecke stehende NAJUs, die sich uns zeitweise anschlossen, meldeten den Zug bereits sehr lang. Dies wurde auch durch die Veranstalter über Twitter insoweit bestätigt, dass der Schluss der Demonstration den Berliner Hauptbahnhof fast zeitgleich mit der Ankunft der ersten Demonstranten am Branddenburger Tor erfolgte.
Dort angekommen trennten sich auch die Wege der NAJU BW, der NAJU NRW und des NABU Potsdams.

Bis zum nächsten Mal

weitere Aktionen von .ausgestrahlt für die Zeit nach der Bundestagswahl


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