Große Nussjagd in Baden-Württemberg
NAJU und NABU suchen die Haselmaus im Land
Die Haselmaus ist klein, scheu und hauptsächlich nachts in dichten Sträuchern unterwegs - also schwer zu beobachten. Deshalb wissen wir sehr wenig darüber, wo sie in Deutschland noch zu Hause ist. Wir vermuten, dass die Haselmaus viel von ihrer Heimat verloren hat. Sie zählt daher zu den gefährdeten Tierarten. Mit unserer Nussjagd wollen wir aufklären, wo sie sich noch versteckt hält.
Die Nussjagd ist mittlerweile in einigen Bundesländern ein sehr erfolgreiches Projekt - auch in Baden-Württemberg hat sie 2009 viele Kinder und Familien begeistert. Sie haben Vorkommen der bedrohten Haselmaus aufgespürt und dokumentiert. Die Ergebnisse wurden zentral erfasst.
Die Haselmäuse sind nun wieder aus dem Winterschlaf erwacht und bei uns wird die Große Nussjagd im Herbst 2011 fortgesetzt.
Hier verraten wir, wie man mitmachen kann, wie das alles geht und was das alles soll.
Viel Spaß beim Stöbern und der Jagd nach den Haselnüssen!
Jede(r) kann mitmachen!
Ansprechpartner:
"Sammelmaus" Katrin Scholderer
Tel: (0711) 966 72-11
E-Mail: sammelmaus@nussjagd-bw.de
Mehr Infos zum Wettbewerb findet ihr hier
Hintergründe
Die Haselmaus (wissenschaftlicher Name: Muscardinus avellanarius ist etwa so groß wie ein Daumen, scheu und hauptsächlich nachts in dichten Sträuchern unterwegs - also schwer zu beobachten. Deshalb wissen wir sehr wenig darüber, wo sie in Baden-Württemberg vorkommt. Haselmäuse halten Winterschlaf von Oktober bis April und gehören zu der Familie der Schläfer oder Bilche! Vermutlich hat die Haselmaus viel von ihrem Lebensraum verloren. Sie zählt zu den gefährdeten Tierarten. Mit unserer Nussjagd wollen wir aufklären, wo die Haselmäuse bei uns noch vorkommen.
Wie der Name unserer Haselmaus schon verrät, gehört die Haselnuss zu ihrer Lieblingsspeise. Anhand der Fraßspuren an den Nüssen lässt sich feststellen, ob eine Haselmaus an der Nuss geknabbert hat oder ob es doch ein anderer Waldbewohner war. Haselmäuse nagen ein kleines Loch in die Schale der Haselnuss und erweitern es entlang der Kante. So entsteht ein fast rundes Loch mit Zahnspuren parallel zum Rand.
Die Nussjagd in Baden-Württemberg folgt der großen Nussjagd in Sachsen 2004, die nach einer Anregung aus Großbritannien im Jahre 1993 für Deutschland entwickelt und erstmalig umgesetzt wurde von: der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt Naturschutzfonds und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL). Inzwischen wurde das Projekt „Große Nussjagd“ sehr erfolgreich auch in Schleswig-Holstein und in Hessen durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie unter www.nussjagd.de
Die Nussjagd in Baden-Württemberg ist ein Kooperationsprojekt von NABU und NAJU. Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg aus zweckgebundenen Erträgen der Glücksspirale. Informationen zur Stiftung finden Sie unter
www.stiftung-naturschutz-bw.de."
Die Große Nussjagd ist auch ein Projekt im Rahmen des
111-Arten-Korbes des Aktionsplans „Biologische Vielfalt“ des Landes
Baden-Württemberg.




