Die häufigsten Fragen zu unseren Kinderfreizeiten
... werden von uns hier beantwortet
1. Wie werden die Kinder auf der Freizeit untergebracht?
Soweit nicht anders angegeben, finden alle unsere Kinderfreizeiten draußen unter freiem Himmel statt. Die Kinder sind während der Freizeit in geräumigen Alex-Zelten (Pfadfinderzelte) mit festem Boden oder in Indianertipis untergebracht. Immer sechs Mädchen oder Jungen teilen sich während der Freizeit ein Alex-Zelt. Da die Tipis aufgrund ihrer Größe mehr Kindern Platz bieten, erhöht sich die Kinderanzahl dort auf ca. 10. Je nach Örtlichkeit steht uns darüber hinaus ein Haus oder ein großes Gruppenzelt als Rückzugsraum bei schlechtem Wetter zur Verfügung. Nichts desto trotz werden wir uns mit den Kindern die meiste Zeit bei vielfältigen Aktivitäten draußen in der Natur aufhalten, daher ist wetterfeste Kleidung besonders wichtig.
2. Schlafen Jungen und Mädchen in getrennten Zelten?
Natürlich achten die FreizeitenteamerInnen darauf, dass es keine gemischten Zelte gibt und auch jedes Kind abends in seinem / ihrem Gruppen-Zelt übernachtet.
3. Wann wird ins Bett gegangen? Wann ist Nachtruhe?
In der Regel sind die TeilnehmerInnen gegen ca. 21:00 Uhr in den Zelten, ab 22:00 ist dann Nachtruhe. Aufgrund von verschiedenen Aktivitäten, die z.T. auch in den Abendstunden stattfinden können (z.B. Nachtgeländespiel, oder Lagerfeuerabend) kann die zu Bettgehzeit jedoch etwas variieren. Das Freizeitenteam sorgt jedoch auch in diesen Fällen für ausreichend Schlaf.
4. Wie sieht die Verpflegung auf der Freizeit aus?
Die NAJU Baden-Württemberg misst als Jugendumweltverband einer gesunden und ökologisch vertretbaren Ernährung eine sehr hohe Bedeutung bei. Wir sehen darin zudem einen Teil unseres Bildungsauftrags, Kinder und Jugendliche für das Thema Ernährung und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Alle Lebensmittel für unsere Freizeiten werden daher in Bio-Qualität und wenn möglich aus regionaler Erzeugung eingekauft. Das Essen nimmt auf einer Freizeit einen sehr zentralen Stellenwert ein. Daher ist es uns wichtig, gesunde Ernährung mit leckeren Rezepten zu verbinden, die den Kindern schmecken. Diesbezüglich verfügen wir über langjährige Erfahrung. Die Kinder werden auf unseren Freizeiten mit drei Mahlzeiten am Tag (mindestens eine davon warm) voll verpflegt. Das Mitbringen von zusätzlicher Nahrung ist daher nicht erforderlich! Dies gilt insbesondere für Süßigkeiten und Chips.
5. Wie wird gekocht?
Auf den Freizeiten der NAJU wird gemeinsam im Team gekocht. Die Kinder melden sich für einen Tag, an dem sie im Küchendienst mithelfen wollen und bereiten unter Anleitung der TeamerInnen für die anderen eine leckere Mahlzeit zu. Auf jeder Freizeit haben wir eine eigene Lagerküche dabei, mit allem was dazugehört. Gekocht wird in einer eigens dafür eingerichteten Zeltküche.
6. Welche Ausbildung haben die BetreuerInnen?
Alle TeamerInnen, die bei der NAJU Baden-Württemberg Freizeiten betreuen, arbeiten ehrenamtlich, wurden von uns speziell ausgebildet und sind im Besitz der Juleica (JugendleiterInnen-Card). Die JugendleiterInnen-Card ist der bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche MitarbeiterInnen in der Jugendarbeit. Sie dient zur Legitimation und als Qualifikationsnachweis der InhaberInnen. Des weiteren werden die Freizeitenteams von uns so zusammen gestellt, dass auf einer Freizeit immer männliche und weibliche TeamerInnen dabei sind, ebenso wie langjährig erfahrene und jüngere TeamerInnen und somit eine hohe Qualität der pädagogischen Betreuung sicher gestellt werden kann.
7. Was passiert, wenn mein Kind auf der Freizeit krank wird oder sich verletzt?
Alle unsere TeamerInnen sind in Erster Hilfe ausgebildet, dennoch ist es ihnen jedoch gesetzlich nicht gestattet Medikamente jedweder Art zu verabreichen. In einem Krankheitsfall oder bei Verletzungen werden die TeamerInnen mit dem betreffenden Kind zu einem nahegelegenen Arzt fahren und es untersuchen lassen. Zudem werden die Eltern benachrichtigt und über das Vorgehen / die Behandlung in Kenntnis gesetzt. Des weiteren wird mit dem Kind und dessen Eltern und das weitere Vorgehen besprochen. Je nach dem, wie schwerwiegend die Erkrankung oder Verletzung ist, kann es sinnvoll sein die Freizeit vorzeitig abzubrechen. In diesem Fall sollte das Kind von einer erziehungsberechtigten Person von der Freizeit abgeholt werden.
8. Wie wird mit Zecken umgegangen?
Die Hochsaison für Zecken ist von Juni bis September. Zecken können im Wald und auf Wiesen im vorbei gehen aus bis zu 150 cm Höhe von Pflanzen abgestreift werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass einige Kinder auf der Freizeit einen Zeckenbiss abbekommen ist daher durchaus gegeben. Jeden Abend nach dem Aufenthalt in zeckenreichem Gebiet findet daher ein Zeckencheck bei allen Kindern statt. Wird eine Zecke entdeckt, wird diese umgehend von einer / einem unserer TeamerInnen entfernt. Wenn bei Ihrem Kind anders verfahren werden soll, setzten Sie sich bitte vor der Freizeit mit uns in Verbindung. Ob eine Impfung Ihres Kindes gegen den FSME-Virus sinnvoll ist oder nicht, besprechen Sie am besten mit Ihrem Hausarzt. Borreliose wird von einem Bakterium übertragen und kann daher nach einer Infektion mit Antibiotika behandelt werden.
9. Was passiert, wenn mein Kind Heimweh bekommt?
Für viele Kinder ist es das erste Mal, dass sie für eine längere Zeit von zu Hause fort sind. Da ist Heimweh bei den meisten eine völlig normale Reaktion. Die TeamerInnen sind sich dessen bewusst und lassen Kindern mit Heimweh eine entsprechende Betreuung zukommen. Bei besonders schwerem Heimweh wird im Einzelfall gemeinsam mit den Eltern entschieden, wie weiter vorgegangen werden soll.
10. Ist mein Kind während der Freizeit über die NAJU versichert?
Die NAJU Baden-Württemberg schließt beim Jugendversicherungswerk für jedes Kind, welches eine NAJU Freizeit besucht, ein Versicherungspaket ab, welches eine Reisekranken-, eine Reiseunfall- sowie eine Reisehaftpflichtversicherung enthält. Sie müssen für ihr Kind also keine zusätzliche Reiseversicherung für die Dauer der Freizeit abschließen.
11. Was mache ich, wenn ich mir Sorgen mache, ob es meinem Kind gut geht?
In dringenden Fällen können Sie in der Landesgeschäftsstelle der NAJU (Telefon: (0711) 469 092-54) anrufen. Das NAJU-Büro steht mit dem Team vor Ort regelmäßig in Kontakt.
12. Wo kann ich Lob oder Kritik loswerden?
Wenn Ihnen etwas auf dem Herzen liegt, wenn Sie Lob oder Kritik an der
Organisation oder Durchführung einer Freizeit loswerden möchten, dann
wenden Sie sich bitte an die Landesgeschäftsstelle der NAJU
Baden-Württemberg. Wir haben immer ein offenes Ohr und werden bei
Problemen jeglicher Art mit Ihnen gemeinsam versuchen, eine für alle
gangbare Lösung zu finden.
Naturschutzjugend Baden-Württemberg
Rotebühlstr. 86/1
70178 Stuttgart
(0711) 469 092-54 (NAJU Freizeitentelefon)
E-Mail: christina.furch@naju-bw.de
13. Welche Ausrüstung braucht mein Kind auf der Freizeit?
Kurz vor der Freizeit wird sich das Freizeitenteam persönlich in einem Schreiben an Sie wenden, sich vorstellen und Ihnen noch einmal wichtige Informationen wie auch eine ausführliche Ausrüstungsliste für Ihr Kind zukommen lassen. Dennoch hier schon einmal vorab eine allgemeingültige Ausrüstungsliste für unsere Kinderfreizeiten:
- Warmer Schlafsack (Zeltfreizeiten)– evtl. zusätzliche Decke
- Isomatte, bitte keine Luftmatratze (wenn die Matte Löcher bekommt, liegt man auf dem harten Boden!)
- Trinkflasche und Vesperdose für Zugfahrt und Ausflüge (mit Proviant für die Anreise)
- Kleiner Rucksack (für Tagesausflüge)
- Kleidung für kaltes und warmes Wetter (warmer Pulli für Abends, Halstuch)
- Nur Kleidung, die auch dreckig werden darf!
- Regenjacke / Regenschutz bzw. wetterfeste Kleidung
- Feste Schuhe (wenn möglich wasserdicht)
- Wenn vorhanden: feste Schuhe, mit denen man ins Wasser gehen kann (um die Füße vor eventuellen Schnittwunden durch Steine zu schützen)
- Sandalen oder andere einfache Sommerschuhe
- Mückenschutz
- Badesachen / -tuch
- Sonnencreme, Kopfbedeckung
- Medikamente: Bitte beachten Sie, dass es unseren TeamerInnen gesetzlich nicht erlaubt ist, Ihrem Kind Medikamente zu geben. Dies gilt auch für harmlose Präparate wie Mückenschutzmittel (z.B. Fenistil). Wir bitten Sie daher, dies bei Bedarf Ihrem Kind selbstständig mitzugeben. Für AllergikerInnen und Kinder, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen gilt: Das Freizeitenteam kontrolliert dass Ihr Kind die vorgeschriebenen Medikamente einnimmt.
- Waschzeug, Waschlappen und Handtuch (Waschzeug möglichst biologisch abbaubar, da wir es z.T. im Freien verwenden; erhältlich in jedem Bioladen oder Reformhaus)
- Zahnbürste / Zahnpasta
- Tiefer Teller, Tasse, Besteck (alles stabil und unzerbrechlich!) sowie Geschirrtuch In einem mit dem Namen des Kindes beschrifteten Stoffbeutel , dann ist es leichter zu aufzubewahren und wieder zu finden
- Taschenlampe mit Namen beschriftet
- Taschenmesser mit Namen beschriftet (keine feststehende Klinge wie beim Fahrtenmesser, Klinge nicht länger als ca. 7 cm)
- Taschengeld (max. 10 Euro) · Ein weißes T-Shirt um es zu bemalen etc.
- Wer hat: ein Glas selbstgemachte Marmelade
- Wer hat: ein handliches Musikinstrument, Spiele o.ä.
- Allergie-, Impfpass, Ausweis und Krankenversicherungskarte in einem Umschlag mit Namen versehen (der Umschlag wird von den TeamerInnen vor der Abfahrt eingesammelt und während der Freizeit verwahrt).
14. Warum sind mp3-Player, Walk-, Diskman, Gameboy, PSP, Handy und sonstige elektronischen Geräte nicht erwünscht?
Auf unseren Freizeiten möchten wir Ihrem Kind eine schöne und erlebnisreiche Zeit in und mit der Natur ermöglichen. Dafür bedarf es jedoch der uneingeschränkten Aufmerksamkeit Ihres Kindes. Bei einer Freizeit, welche Kinder für Natur begeistern möchte, sind Handy, mp3-Player und sonstige elektronischen Geräte fehl am Platze und haben daher auf unseren Freizeiten nichts verloren.
15. Was sollte außerdem zu Hause bleiben?
Dosengetränke oder Tetrapacks sowie zu viele Süßigkeiten oder Chips
16. Warum keine mp3-Player etc. erwünscht sind ist mir klar, aber warum keine Handys?
Lassen Sie das Handy Ihres Kindes bitte zu Hause. Im Rahmen unserer Freizeiten liegt der Schwerpunkt auf dem Erleben von Natur, und da passt das Handy wie gesagt einfach nicht dazu. Das Gruppengefühl und die sozialen Bindungen untereinander werden ohne Mobilfunkgeräte wesentlich erhöht. Zudem haben wir bereits mehrfach die Erfahrung gemacht, dass insbesondere TeilnehmerInnen mit Heimweh schneller nach Hause wollen, wenn sie ein eigenes Gerät dabei haben. Das Team hat auf alle Fälle ein Handy mit auf der Freizeit dabei, so dass die TeilnehmerInnen bei Bedarf mit ihren Eltern oder AnsprechpartnerInnen telefonieren können, bzw. sich das Team mit den Eltern in Verbindung setzten kann. In dringenden Fällen können Sie auch jederzeit in der Landesgeschäftsstelle der NAJU (Telefon: (0711) 469 092-54) anrufen. Das NAJU Büro steht mit dem Team vor Ort regelmäßig in Kontakt.
17. Wie wird mit dem Thema Alkohol und Zigaretten umgegangen?
Da alle unsere Kinderfreizeiten für TeilnehmerInnen unter 16 Jahren ausgelegt sind, ist allen TeilnehmerInnen der Konsum von Alkoholika und Tabak gesetzlich verboten. Die Freizeitenteams übernehmen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen für die Dauer der Freizeit die Aufsichtspflicht über Ihr Kind und sorgen demnach für einen drogenfreien Rahmen. Durch die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes sind sie dazu auch rechtlich verpflichtet. Sollte dennoch ein Kind mit Alkohol oder Tabak erwischt werden, so wird im Einzelfall und je nachdem, wie schwerwiegend der Verstoß war, über das weitere Vorgehen entschieden. Ein vorzeitiger Ausschluss des Kindes von der Freizeit ist hierbei nicht auszuschließen.
18. Kann ich mein Kind während der Freizeit besuchen?
Wir bitten aus pädagogischen Gründen von Besuchen auf dem Freizeitengelände abzusehen. In dringenden Fällen sprechen Sie bitte im Vorfeld des Besuches unbedingt mit Anni Obermeyer (0711) 469 092-54, anni.obermeyer@naju-bw.de und / oder dem Team vor Ort. Andere Kinder könnten eine Enttäuschung erleben, weil einige Kinder Besuch erhalten, die eigenen Eltern sie jedoch nicht besuchen kommen. Darüber hinaus kann durch einen Besuch der Eltern das Heimweh eines Kindes ausgelöst oder verstärkt werden.
19. Wie werden An- und Abreise organisiert?
In der Regel fahren alle TeilnehmerInnen in Begleitung des Teams vom Stuttgarter Hauptbahnhof aus gemeinsam zum Ort der Freizeit. Meist gibt es für Kinder, die aus der entgegengesetzten Richtung kommen auch die Möglichkeit, mit Öffentlichen Verkehrsmitteln oder durch die Eltern an einen Treffpunkt in der Nähe der Freizeit gebracht zu werden und dort zu den anderen dazuzustoßen. Die genauen Treffpunkte sowie Abfahrtszeiten werden vor der Freizeit in einem Brief, welcher auch eine Packliste etc. enthält, bekannt gegeben. Diesem Brief können Sie auch entnehmen, wann und wo sie Ihr Kind nach der Freizeit wieder abholen können. Bitte denken Sie daran, Ihrem Kind für die Hinfahrt ein kleines Vesper einzupacken.
20. Haben die Kinder auch Freizeit?
Unsere Freizeiten sind angefüllt mit tollen und spannenden Aktivitäten in der Natur, dennoch achten die FreizeitenteamerInnen darauf, dass es auch ausreichend Freizeit zur persönlichen Verfügung gibt, in der die Kinder entspannen und sich nach eigenen Wünschen und Vorlieben beschäftigen können.

